• Kay Nordenbrock

Corporate Identity erstellen: Beginners Guide

Die Corporate Identity ist, wie der Name schon sagt, die Identität eures Unternehmens. Die besteht nicht nur aus einem Logo und einer Farbpalette, sondern aus allem, was das Unternehmen nach innen und außen repräsentiert. Darum sollte eine gute Corporate Identity, oder CI, gut geplant sein und konkrete Ziele verfolgen.


Viele Unternehmen entwickeln ihre Identität mehr oder weniger nebenbei. Erst bekommen sie ein Logo, dann die passenden Farben, vielleicht noch ein oder zwei Fonts und eine Reihe von Symbolen, die das Unternehmen repräsentieren. Das kann auch mehr oder weniger gut klappen. Trotzdem ist es effizienter die CI von Anfang an auf die Unternehmensziele anzupassen. Zu einer guten CI gehören nämlich nicht nur die sichtbaren Elemente, sondern auch die Werte, die hinter dem Unternehmen stecken.


Darum möchte ich euch in diesem Artikel ein paar Anhaltspunkte geben, wie ihr eine solide Corporate Identity entwickelt, die euer Unternehmen gebührend repräsentiert.


Die wichtigsten Elemente einer CI


Bevor ihr anfangt zu planen wie ihr euer Unternehmen darstellen wollt, solltet ihr einige Punkte beachten. Ihr habt ein großes Unterfangen vor euch, denn schließlich soll die CI nicht nur euch gefallen, sondern auch euren Mitarbeitern, Kunden, der Öffentlichkeit, anderen Unternehmen und im Prinzip allen, die mit euerem Unternehmen in Kontakt kommen.


Darum sollte sich eure CI von der Konkurrenz abheben damit sie den Menschen in Erinnerung bleibt. Auch wenn sie beim zweiten Blick vielleicht nicht gleich an euer Unternehmen denken, sollten Menschen sich daran erinnern, dass sie schon einmal etwas von euch gesehen haben. Das könnt ihr zum Beispiel durch ein distinktives Logo erreichen oder durch Farben, die in euerer Branche eher unüblich sind.


Damit die Leute euch wiedererkennen, sollte die CI durch alle Materialen hinweg den gleichen Stil und Ton haben. Es muss nicht alles exakt gleich aussehen, aber Materialen wie die Webseite, Flyer, interne Dokumente und alles andere, sollten den gleichen, wiedererkennbaren Stil haben. Um das zu erreichen braucht ihr ein Design, das flexibel ist und eure Designer und externe Grafiker spielend leicht auf Materialien anwenden können.


Wie erstelle ich meine Corporate Identity?


Bevor ihr mit dem Design anfangt, müsst ihr euch erst einmal im Klaren darüber sein, was euer Unternehmen ausmacht und für was es steht. Im ersten Schritt erarbeitet ihr also euere Vision und Mission Statements, warum ihr überhaupt am Markt seid und welche Werte ihr vertretet.


Außerdem ist es sinnvoll festzulegen wie das Unternehmen nach innen und außen kommunizieren soll. Das geht Hand in Hand mit den Werten, der Mission und Vision, sollte aber noch einmal spezifiziert werden. In welchem Ton kommuniziert das Unternehmen mit Kunden? In welchem Ton kommuniziert das Unternehmen mit Mitarbeitern oder Partnern?

Wenn ihr das alles geklärt habt, seid ihr schon einen großen Schritt näher an einer soliden CI.


Der Stand der Dinge


Im nächsten Schritt evaluiert ihr, wo das Unternehmen momentan steht. Dabei ist es egal ob es sich um ein brandneues Unternehmen handelt oder ihr eure Corporate Identity einem Update unterziehen wollt.


Dafür möchtet ihr Wissen wie euer Unternehmen momentan von außen und von euren Mitarbeiten wahrgenommen wird. Darum ist es wichtig, dass ihr ehrlich mit euch und den Meinungen der anderen umgeht. So könnt ihr herausfinden, wo ihr momentan steht und wie ihr die Brand Identity am effektivsten anpassen könnt. Das könnt ihr zum Beispiel mit einer Umfrage unter Mitarbeitern und Partnern oder durch persönliche Gespräche mit diesen erreichen.


Know your Audience


Ebenso ist es von Vorteil wenn ihr eure Zielgruppe kennt. Es geht nicht nur darum wie ihr euch präsentieren möchtet, sondern auch darum welche Werte eure Zielgruppe in eurem Unternehmen sehen will. Darum solltet ihr verstehen wer eure Zielgruppe ist und was bei dieser Zielgruppe ankommt.


Bei bereits bestehenden Unternehmen ist es immer etwas einfacher die Zielgruppe zu bestimmen, da hier in der Regel schon die nötigen Daten vorhanden sind. Gerade bei neuen Unternehmen ist hier ein wenig Recherche nötig. Schaut welche Zielgruppen eure direkten Konkurrenten bedienen und lernt daraus. Zusätzlich ist es ebenfalls gut zu wissen was sekundäre Zielgruppen wie Partner oder eure Mitarbeiter von eurem Unternehmen erwarten.


Die Konkurrenz schläft nicht


Euer Unternehmen soll nicht in der Masse untergehen. Darum solltet ihr gucken was die anderen Firmen in der Branche machen. So könnt ihr euch differenzieren und bei Kunden und Partnern in Erinnerung bleiben. Es kommt oft vor, dass Unternehmen in der gleichen Branche auf ähnliche Farben, Logos und Styles setzen, was im Endeffekt keinem der Unternehmen wirklich hilft. Ihr müsst das Rad nicht neu erfinden, aber ein wenig Farbe kann nie schaden.


Ran an die Arbeit


Wenn ihr die vorherigen Schritte sorgfältig erledigt habt, habt ihr alle Informationen, die ihr braucht, um eine gute Corporate Identity zu entwickeln. Jetzt müsst ihr diese Informationen auswerten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Da das ganz schön viele Infos sind, ist das keine leichte Aufgabe.


Am besten startet ihr mit einer klassischen Brainstorm-Phase, um Ideen für das Logo, die Farbpalette, Schriftarten, Illustrationen, Foto-Guidelines und alle anderen Elemente zu entwickeln. In dieser Phase solltet ihr viel ausprobieren und Designen, um den richtigen Stil für euch zu finden. Vielleicht braucht es 10 Designs bevor das Richtige dabei ist, vielleicht aber auch 50 oder 100.


Wichtig ist, dass ihr nach jedem Design Feedback gebt und checkt ob die Ideen mit euren Daten übereinstimmen. Mit guter Teamarbeit solltet ihr so früher oder später die perfekte Corporate Identity für euer Unternehmen finden.